2. Hinderungsgrund: Was andere über uns denken

Die größten Sorgen machen wir uns allerdings über das, was andere von und über uns denken. Unser Leben ist in vielen Bereichen darauf ausgerichtet, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Dabei sind nicht die tatsächlichen Erwartungen der anderen Menschen der Bemessungsgrad, sondern das, was Sie denken, was andere von Ihnen erwarten. Ja, Sie lesen richtig, diese Gedanken entstehen bei Ihnen. Sie passen sich in vielen Lebensbereichen den Erwartungen anderer Menschen an.

Sie versuchen den Erwartungen anderer gerecht zu werden durch:

  • Wie Sie sich in Gesellschaft anderer verhalten.
  • Die Kleidung, die Sie tragen.
  • Den Beruf, den Sie gewählt haben.
  • Die Dinge, die Sie besitzen (Ihr Auto, Ihr iPad, die Markenuhr…)
  • Die Art, wie Sie sprechen.

Ihr Handeln ist in großem Maße davon bestimmt, dass Sie anderen gefallen wollen. Menschen werden davon geprägt, zu einer Gruppe gehören zu wollen und nicht als Außenseiter zu gelten.

Jeder von uns gibt ständig Werturteile über andere ab. Da Sie das Wertesystem der anderen aber nie vollständig kennen, können auch Sie nicht verhindern, dass sich andere an Ihrem Verhalten stören. Deshalb wollen wir möglichst perfekt funktionieren und im Urteil der anderen gut dastehen.

Die meisten Beurteilungen verpuffen allerdings sehr schnell. Da werden die Luftmoleküle zum Schwingen gebracht und schon nach wenigen Minuten ist es wieder vergessen. Das ist eine Tatsache, auf die Sie vertrauen können. Dabei beschäftigt uns selbst ein eigener Fehltritt, eine Peinlichkeit oft über Monate und in der Reflektion der eigenen Gedanken spiegeln wir uns selbst immer wieder die empfundene Fehlerhaftigkeit vor. Als Folge davon gönnen wir uns bei nächster Gelegenheit noch weniger Freiheiten, sind angespannt und reizbar, wenn es schief läuft oder verfallen in die Introvertiertheit. Alles Dinge, die uns daran hindern, entspannt und gelassen zu bleiben und locker und spontan zu reagieren.

Sie können niemals allen gerecht werden. Geben Sie sich selbst mehr Freiheiten. Je mehr Sie sich vom Urteil anderer abhängig machen, je mehr Sie nach Perfektion streben, desto weniger spontan werden Sie sein. Erlauben Sie sich selbst spontan zu reagieren, auch wenn Ihre Antwort nicht perfekt ist und nicht allen gefällt (das ist sowieso unmöglich). Erlauben Sie sich dabei auch Fehler zu machen. Perfektion und Spontaneität sind unvereinbar.

Es lohnt sich also, einen näheren Blick auf die Prinzipien zu werfen, die Spontaneität und geistige Flexibilität befördern. Das werden wir beim nächsten Mal tun.

 

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Gönnen Sie sich selbst mehr Freiheiten.
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