Absichtliches Missverstehen

Das absichtliche Missverstehen setzt voraus, dass Sie bereit sind, ein wenig mit den Worten des Gesprächspartners zu spielen und sie anders auszulegen. Sie picken sich ein Wort heraus und interpretieren es anders als in der zugewiesenen Semantik.

»Was fällt Ihnen ein?«
 »Alles was nicht stehen bleibt.«
»Was ist ein Facility Manager?« 
»Gemüse, Kartoffeln und Soße.«
»Ich habe da ein komisches Gefühl.«
 »Dann lach doch!«
»Wie kann man nur so fett sein?« 
»Ganz einfach: Essen, essen, essen und auf keinen Fall bewegen.«

Diese Technik können Sie trainieren, indem Sie sich zu Aussagen Ihrer Gesprächspartner immer wieder fragen: »Was könnte das noch bedeuten?« Sie werden bald auf Varianten für die Interpretation kommen. Sie können den Inhalt auch in einen anderen Kontext übertragen:

»Ihre Potenzialanalyse enthielt gar keine neuen Potenziale.« 
»Sie erwarten ja auch keine Hunde im Hundekuchen.«
»Bei uns zählt nur der Inhalt.«
 »Bei meinem Abfalleimer auch.«

Der Klassiker des absichtlichen Missverstehens liegt in der relativ bekannten aber trotzdem wirksamen Kurzform:

»Arschl… !«
»Angenehm, Teufert.«

Diese Variante können Sie bei allen Angriffen verwenden, die nur aus einem Wort bestehen. Verstehen Sie diese konsequent als Vorstellung des Angreifers.

Hier noch eine Anekdote über mich, die mir meine Eltern erzählt haben:

Mutter und Vater Teufert liegen sich in den Armen und küssen sich. Klein-Gero geht dazwischen und möchte auch liebkost werden.
Er sagt: »Ich auch!« Mutter sagt: »Gero, bist Du eifersüchtig?«
 Darauf antwortet Gero schlagfertig: »Nein, ich bin Gero Teufert.«

 

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Eindeutiges Missverständnis!
Wolfgang Pfensig  / pixelio.de

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