Die sollten Sie mal stellen: Frage nach der Lösung

Sie haben schon gesehen, dass Sie Möglichkeiten haben, in den Lösungsmodus zu kommen, wenn Sie keine konkreten Ideen für die Lösung haben. Auch beim Verweis auf die Zukunft oder bei der Gerüst-Strategie verbleibt die Verantwortung bei Ihnen. Mit der jetzt folgenden Vorgehensweise gehen wir noch einen Schritt weiter. Sie können damit den Angreifer in die Verantwortung nehmen, gemeinsam mit Ihnen eine Lösung zu finden. Das kann ungemein entlastend sein.

So bringen Sie den Angreifer in den Lösungsmodus

Um in den Lösungsmodus zu kommen, kombinieren Sie eine Frage mit der Lösungstechnik. Statt dass Sie selbst nach einer Lösung suchen, setzen Sie Ihren Gesprächspartner in Ihr Lösungsboot und lassen ihn für sich rudern.

  • Wir hatten eine Krisensitzung in unserem Projekt. Drei Abteilungen, die externen Berater, die IT-Abteilung und das Controlling versuchten sich gegenseitig den schwarzen Peter für Probleme beim Projekt zuzuschieben. Als in diesem Meeting alle nochmal Ihre Position dargelegt hatten, herrschte Stillstand. Die Fronten waren verhärtet. Niemand wollte einen Fehler zugeben. Ich sagte dann: Meine Herren, wir alle sind hierher gekommen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Wie könnte diese aussehen? Nach dieser Frage änderte sich das gesamte Kommunikationsverhalten. Ab jetzt wurde über Lösungsansätze diskutiert und nicht mehr über Positionen.

So leicht kann es manchmal sein. Aber Hand aufs Herz: Wenn die Wellen hochschlagen und sich die Fronten verhärtet haben, denken Sie dann noch daran? Ist es uns da meistens nicht viel wichtiger, das Gesicht zu wahren und auf unserer Meinung zu beharren?

Abbildung: Lösungsfrage

Abbildung: Lösungsfrage

Sie nehmen Ihren Angreifer einfach bei seiner Intelligenz und unterstellen ihm, dass er einen konstruktiven Beitrag leisten möchte. Fragen Sie dann einfach nach seinem Lösungsvorschlag. Diesen Weg können Sie immer einschlagen, wenn jemand seinen Unmut äußert und mit den bisherigen Umständen oder dem eingeschlagenen Weg nicht einverstanden ist.

Bei direkten Angriffen ist die Frage nach der Lösung ebenfalls eine gute Strategie, mit der Sie den Spieß umdrehen und den Angreifer einen Vorschlag unterbreiten lassen. Dann ist er in Zugzwang.

»Ihre Rede war ein Schlag ins Wasser.«

»Wie hätten Sie es denn gemacht?«

Entweder bringen Sie Ihr Gegenüber dazu, statt einer destruktiven Kritik einen konstruktiven Vorschlag zu äußern, oder Sie entlarven auf diese Weise, dass er auch keine bessere Strategie auf Lager hat.

Je nach Situation können Sie eine direktere oder eine mildere Formulierung wählen. Ich gebe Ihnen einige zur Auswahl.

 

Frage nach einer Lösung

Mit diesen universellen Sätzen fragen Sie nach einer Lösung

  •  »Ich verstehe das Problem. Wie kann ich Ihnen helfen?«
  • »Das ist das Problem. Wie könnte eine Lösung aussehen?«
  • »An was haben wir noch nicht gedacht, um XY in den Griff zu bekommen?«
  • »Was schlagen Sie vor?«
Lassen Sie Ihre Kollegen die Karten auf den Tisch legen - wer hat einen Lösungsweg auf der Hand? Foto: Lupo / pixelio.de

Lassen Sie Ihre Kollegen die Karten auf den Tisch legen – wer hat einen Lösungsweg auf der Hand? Foto: Lupo / pixelio.de

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