Ein paar ganz simple Kontersätze

Wenn Sie mal wieder dastehen und die Sprachlosigkeit Sie übermannt, dann ziehen Sie in Zukunft doch einfach mal ein Ass aus dem Ärmel. Sofortantworten – das sind Standardsätze, die Sie auswendig lernen können – helfen Ihnen über die Sprachlosigkeit hinweg. Sie denken: »Ich kann doch nicht irgend so ein Zeug auswendig lernen, da komme ich mir ja blöd vor!« Bitte schön, das ist Ihr gutes Recht. Ich aber rate Ihnen: Tun Sie es und Sie werden in kritischen Situationen besser wirken.

Ein paar gute Konter sollte man sich immer bereit legen. Diese Antworten passen fast immer, auch an den Tagen, an denen Sie sich nicht fit fühlen oder wenn Sie am Anfang Ihrer Präsentation feststellen, dass der Beamer ausgefallen ist und Sie alle Unterlagen zu Hause vergessen haben.

Lernen Sie Sofortantworten, damit Sie in kritischen Situationen immer einen Trumpf auf der Hand haben. Nehmen Sie sich zunächst einmal einen Satz vor und wenden Sie ihn ein paar Mal an. Nehmen Sie dann den nächsten dazu. So bauen Sie sich Schritt für Schritt ein Repertoire dieser Standardsätze auf.

Sie verschaffen sich so eine sichere Ausgangsbasis, auf die Sie auf jeden Fall zurückkommen können. Das ist eine Art Sicherheitsnetz, das Sie auffängt, wenn Sie beim Seiltanz der Kommunikation in kritischen Lagen mal keinen so sicheren Tritt haben.

Nicht jede Sofortantwort passt auf jeden Vorwurf und zu jedem Menschentyp. Suchen Sie sich deshalb die Sätze aus, mit denen Sie sich wohlfühlen. Trauen Sie sich, auch eigene Varianten zu bilden und auszuprobieren.

 

Sammeln Sie sich einen Köcher voller Kontersätze - Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Ein paar Beispiele, bitte!

Nehmen wir mal an, Sie halten einen Vortrag in einem Meeting. Sie haben einen neuen Vorschlag und einer Ihrer Kollegen macht eine dumme Bemerkung, bei der er sich im Ton vergreift.

 

»Das ist doch alles Unsinn!«

Geben Sie doch in Zukunft eine der folgenden Sofortantworten:

  • »Wir alle haben Wichtigeres zu bereden. Ich bitte Sie, wieder sachlich zu sein.«
  • »Das ist eine undifferenzierte Feststellung, die so nicht zutrifft. Richtig ist vielmehr… (und jetzt führen Sie Ihre Sicht der Dinge aus). «
  • Ironisch: »Ich mag es, wie Sie die Worte aneinander reihen.«
  • »Mit Polemik kommen wir hier nicht weiter.«

Äußert jemand seine Meinung als kritischen Einwurf, dann werden diese Äußerungen meistens eingeleitet mit: »Ich glaube…«, »Ich meine…«, »Ich denke…«.

 

»Ich denke, das kann nicht funktionieren!«

Für die Erwiderung auf solche Einwürfe gebe ich Ihnen ebenfalls ein paar Standardantworten an die Hand:

  • »Das ist Ihre persönliche Meinung. Können Sie akzeptieren, dass ich anderer Ansicht bin?«
  • »Wenn ich die Wahl zwischen Ihrer und meiner Meinung habe, dann ziehe ich meine Meinung vor.«

Häufig werden Einwürfe auch als Fragen formuliert:

 

»Wie soll das denn gehen?«

Auf solche Fragen können Sie mit den folgenden Kontern geschickt parieren:

  • »Ich möchte Ihre wohlformulierte Frage nicht durch meine Antwort entwerten.«
  • »Warum wollen Sie das wissen?« (Mit dieser Gegenfrage gewinnen Sie Zeit und weitere Informationen.)

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