Kann ich mal mit Ihnen reden?

Wenn jemand Sie hart angreift, Sie während Ihrer Rede unterbricht oder versucht bloßzustellen, dann sollten Sie den Mut haben, ihn auf sein Verhalten anzusprechen. Selbst wenn Sie während des Meetings nichts zu entgegnen wissen, gehen Sie anschließend auf den Störer zu und sagen Sie:

»Herr Störer, haben Sie mal zwei Minuten Zeit, ich möchte gern mal unter vier Augen mit Ihnen reden.« 

Einem Widersacher so zu begegnen, kostet Mut, aber es zahlt sich aus. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich der Störer darauf einlassen. In diesem Moment haben Sie bereits die Führung übernommen und können den Verlauf der Aussprache bestimmen.

  • Sprechen Sie den Störer an und bitten Sie ihn um ein Vier-Augen-Gespräch.

Am besten ziehen Sie sich in einen Raum zurück, in dem Sie wirklich allein sind. Denn oft geht es dem Störer bei seinen Einwürfen um das Ansehen in der Gruppe oder seinen Status. Im Vier-Augen Gespräch wird der Störer häufig selbst das Wort ergreifen und sagen, dass er sich wohl etwas im Ton vergriffen habe. Tut er das nicht, dann sprechen Sie von Ihren Gefühlen.

  • Machen Sie dem Störer keinen Vorwurf. Reden Sie von sich und Ihren Empfindungen.

 

Sagen Sie:

»Herr Störer, ich empfand Ihre Art Äußerungen während meiner Präsentation unangebracht. Ich fühlte mich verletzt.«

In der Regel wird sich Ihr Gesprächspartner entschuldigen. Tut er es nicht, können Sie weiter nachfragen, welchen Vorschlag er denn habe, um die Kommunikation zukünftig besser zu gestalten. In jedem Fall erhalten Sie so wichtige Hinweise und führen ein konstruktives Gespräch.

Damit sind Sie aktiv, bestimmen die Regeln des Spiels und verschaffen sich eine höhere Souveränität. Sie erreichen mit diesem Ansatz langfristig eine bessere Ausgangslage für ähnliche Kommunikationsfälle.

 

Machen Sie sich verletzlich und geben Sie Empfindungen offen zu. Foto: D. Braun / pixelio.de

Machen Sie sich verletzlich und geben Sie Empfindungen offen zu. Foto: D. Braun / pixelio.de

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