Vor-Denken und Nach-Denken

Das Vor-Denken versucht die Dinge vorwegzunehmen, Pläne zu schmieden und Strategien umzusetzen. Wenn Sie vordenken, versuchen Sie also die Zukunft in den Griff zu bekommen, die Sie nie vollständig unter Kontrolle haben werden. Vordenken bringt Sie daher weg vom Hier und Jetzt in eine erfundene Zukunft. Sie sind auch im Zustand des Vordenkens, wenn Sie während des Gesprächs über die nächsten Dinge nachdenken, die Sie sagen wollen, Ihren Gesprächsleitfaden abarbeiten. In diesem Zustand sind Sie nicht im Hier und Jetzt, Sie hören Ihrem Gesprächspartner entweder gar nicht mehr oder nur noch sehr reduziert zu, ein offener Austausch ist so nicht möglich.

Wenn Sie Nach-Denken, beziehen sich Ihre Gedanken immer auf die Vergangenheit, auf das was war und häufig betrachten wir es negativ, mit Unverständnis oder Vorwürfen. Übrigens: Alle negativen Gefühle, die andere Menschen oder deren Verhalten betreffen, bringen Sie aus dem Hier und Jetzt in die Vergangenheit. Gefühle wie Enttäuschung, Wut und Zorn beziehen sich immer auf das, was war. Wir sinnieren über die Vergangenheit, hadern mit dem, was uns zugestoßen ist oder wie andere uns behandelt haben. Vorwürfe und Anklagen richten sich ebenfalls immer auf die Vergangenheit.

Spontaneität funktioniert nur im Hier und Jetzt. In der Vergangenheit können Sie nicht spontan sein und wirkliche Spontaneität funktioniert nicht als Plan für die Zukunft, das steckt schon in der Wortbedeutung.

Übrigens: Wahres Glück gibt es nur im Hier und Jetzt. Es lohnt sich also ein wenig mehr Vertrauen in den Moment zu setzen. Untersuchungen der Neuro-Forschung zeigen: Ihre intuitiven Fähigkeiten werden Sie auch dann nicht im Stich lassen. Wir können also deutlich mehr Vertrauen in das Hier und Jetzt setzen. Erst dadurch wird Spontaneität möglich.

 

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„Heute“ ist ein schöner Tag.
Maren Beßler  / pixelio.de

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