Wenn nichts mehr geht: pausieren, verschieben, vertagen

Das Verschieben einer Antwort ist insbesondere dann ein probates Mittel, wenn Sie in Sitzungen oder Meetings in Bedrängnis geraten. Werden Ihnen Fragen gestellt, die sie nicht direkt beantworten wollen, dann verschieben Sie die Antwort Einfach auf später. Dieses Recht haben Sie immer, wenn Ihnen viele Fragen gestellt werden, denn keiner kann von Ihnen verlangen, dass Sie zu jeder Zeit alles wissen.

 

Wenn Sie Fragen zu sehr bedrängen, verschieben Sie die Antwort. Sie sagen zum Beispiel:

»Ehe ich ihnen etwas Falsches sage, muss ich mich näher zum Sachverhalt informieren. Ich gebe Ihnen die Antwort dann im nächsten Meeting/später/morgen.«

 

So sind sie im aktuellen Moment erst einmal aus der Schusslinie. Die korrekten Antworten müssen allerdings dann noch beibringen. Aber, wenn sie in dieser Form antworten, gewinnen Sie erst einmal Zeit und Raum. Sie können dann in Ruhe Ihre Antworten für das nächste Meeting vorbereiten.

Das verschieben ist auch dann ein sehr adäquates Mittel, Wenn sie sich mit ihrem Gesprächspartner in einer emotional festgefahrenen Situation befinden. Ein Wort ergibt das andere, jeder ist sauer auf den anderen und es ist keine Lösung abzusehen. In solchen Fällen sollten sie zunächst einmal Abstand gewinnen. Das ermöglicht Ihnen, sich emotional zu beruhigen, und anschließend mit klarer und sachlicher Argumentation weiterzumachen. Es gibt dafür die kleine Lösung, Das wäre eine kurze Unterbrechung oder eine Pause für Ihre Besprechung oder ihr Meeting.

Die Fortführung von emotional angespannten Gesprächen führt häufig nur zu einer weiteren Eskalation. Sorgen Sie für sich selbst und für Ihre Gesprächspartner. Wenn das Gespräch feststeckt, gönnen Sie sich eine Pause. Sie können das ganz einfach direkt ansprechen:

»Ich glaube, wir alle brauchen jetzt eine Pause. Was halten Sie davon, Wenn wir für 10 Minuten unterbrechen in Ruhe einen Kaffee trinken, und dann weiter diskutieren?«

Manchmal ist dabei auch sinnvoll in der »Ich-Form« zu reden. Sie geben dann nur Ihrem eigenen Bedürfnis für eine Unterbrechung Ausdruck:

  • »Ich bräuchte dringend eine Pause. Was halten Sie davon…«

Nutzen Sie dann die Zeit, Um emotional abzukühlen. Tun sie sich selbst etwas Gutes und kommen Sie erfrischt in das Meeting zurück, Damit sie wieder Raum für neue Ideen und Lösungen haben.

Sollten Sie das Gefühl haben, dass das Meeting oder Gespräch soweit festgefahren ist, dass auch mit einer Pause kein wesentlicher Fortschritt abzusehen ist, dann unterbrechen Sie und vertagen das weitere Gespräch:

  • »Liebe Teilnehmer, ich habe das Gefühl, dass wir heute zu diesem Thema keine Lösung mehr zustande bekomme. Was halten Sie davon, dass wir unser Gespräch hier unterbrechen, alle Argumente erstmal sacken lassen und uns dann in drei Tagen mit hoffentlich neuen Ideen zusammensetzen?«

Bei Festgefahrenen Gesprächen haben Sie drei Möglichkeiten, den Gesprächsteilnehmern etwas Abstand und Ruh zu verschaffen:

  • Sie können eine Pause anregen
  • Sie können eine Antwort verschieben
  • Sie können das Gespräch unterbrechen und die Fortführung vertagen

 

Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um zu verhindern, dass sich die Situation vollends festfährt und Sie die Gesprächsmöglichkeit für immer verlieren.

 

Gönnen Sie Ihrem Kollegen und sich eine Entspannungspause im Konfliktgespräch. Foto: Jungfernmühle / pixelio.de

Gönnen Sie Ihrem Kollegen und sich eine Entspannungspause im Konfliktgespräch. Foto: Jungfernmühle / pixelio.de

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