Übung Gedankenstrom

Gedanken haben wir ständig, wir können es gar nicht verhindern. Versuchen Sie mal fünf Minuten an Nichts zu denken, Sie werden es nicht schaffen. Gedanken haben also zu einem gewissen Grad auch eine Art »Eigenleben«. Sie können Ihre Gedanken nur zu einem sehr eingeschränkten Grad steuern. Sie glauben mir nicht? Dann versuchen Sie einmal, 500mal direkt hintereinander immer wieder den gleichen Gedanken zu denken, ganz konsequent. Das dürfte ja kein Problem sein, wenn Sie Ihre Gedanken steuern könnten. Es wird Ihnen nicht gelingen.

Das Wunderbare daran ist, dass Sie einfach darauf vertrauen können, dass Ihnen Gedanken geliefert werden, Sie müssen sich nicht aktiv darum kümmern. Das ist enorm praktisch, denn unter Stress, den wir ja meistens empfinden, wenn wir uns Schlagfertigkeit wünschen, kann uns das grandios entspannen.

Vertrauen Sie darauf, dass Ihnen die richtigen Gedanken geliefert werden. Sie brauchen nichts dafür tun, Sie müssen sich dafür nicht anstrengen. Nutzen Sie dafür die Übung »Gedankenstrom«.

Diese Übung verschafft Ihnen Vertrauen zu Ihrer Assoziationsfähigkeit und darauf, dass Ihre Gedanken ständig fließen werden. Ihre Aufgabe bei dieser Übung wird nur sein, es laufen zu lassen. Nehmen Sie alles so wie es kommt und vertrauen Sie darauf, dass alles gut ist, das Ihnen in den Sinn kommt. Bewerten Sie nicht und ärgern Sie sich über nichts. Alles ist in Ordnung.

Sie nehmen sich für diese Übung zwei Minuten Zeit. Stellen Sie den Timer auf Ihrem Handy oder benutzen Sie einen Küchentimer. Wenn Ihnen die Übung mehrfach durchgängig gelungen ist, dann können Sie die Zeit auch steigern. Ihre Aufgabe wird sein, während dieser Zeit laut zu sprechen und jeden, wirklich jeden Gedanken laut auszusprechen. Wenn ein neuer Gedanke kommt, sprechen Sie sofort über den neuen Gedanken, ohne dass Sie den Satz für den vorausgehenden beenden müssen. Sie werden merken, die Gedanken kommen schneller als Sie sprechen können.

 

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Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf.
Maren Beßler  / pixelio.de

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