Übung zum Subtext: 

Diese Übung können Sie machen, wenn Sie eine Äußerung eines Mitmenschen verunsichert hat oder Sie sehr emotional darauf reagiert haben. Sie dient dazu, die verschiedenen Subtexte zu erkennen, die in einer Äußerung stecken können und kann Ihnen auch neue Erkenntnisse zu den Absichten Ihres Gegenübers geben.
Schreiben Sie einen Satz auf, der Sie in letzter Zeit verunsichert hat. Nehmen wir mal an, es wäre zum Beispiel »Sie sind ja verrückt!«. Eine unangenehme Äußerung, die zu Verunsicherung oder gar Wut führen kann.

Um neue Erkenntnisse zu gewinnen, schlüsseln Sie den Satz über die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten auf. Es ist dabei wichtig, dass Sie sich dafür einen kleinen Augenblick Zeit nehmen und Ihre Erkenntnisse zu den einzelnen Schritten aufschreiben:

1. Schritt: Extrem negative Deutung
Die negative Deutung des Gesagten wird Ihnen wahrscheinlich ohnehin naheliegen, denn sonst würden Sie sich gar nicht so intensiv mit dem Gesagten beschäftigen. Schreiben Sie diese negative Deutung auf. In unserem Beispiel könnte das so aussehen:

»Sie gehören in eine Irrenanstalt, ich habe Angst vor Ihnen und glaube, dass Sie gleich etwas schrecklich Irrationales tun könnten!«

2. Schritt: Sachliche Deutung
In jedem Satz, sei er auch noch so beleidigend, steckt eine neutrale Sachaussage. Gerade wenn wir emotional sehr belastet sind, tritt die reine Sachaussage in den Hintergrund. Versuchen Sie in diesem Schritt bitte die Sachaussage zu identifizieren. Bringen Sie dabei keine Wertung (ob positiv oder negativ) hinein. In unserem Beispiel könnte das die folgende Aussage sein:

»Ihre Handlungsweise ist für mich nicht nachvollziehbar.«

Den Schritten drei bis fünf widmen wir uns beim nächsten Mal.

 

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Es ist nicht immer so schlimm, wie Sie denken.

Martin Müller / www.pixelio.de

 

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