Unsere Wirkung auf andere

Die Körpersprache hat viele Ausdrücke unserer verbalen Sprache geprägt: »Ein Mann wie ein Baum.« oder »Dieser Mensch ist gramgebeugt.« – haben Sie das auch schon mal über jemanden gesagt? Ein interessantes Phänomen, oder? Wir erkennen visuell an der Körperhaltung eines anderen seinen Gemütszustand. Da ist vom »Fels in der Brandung« die Rede, dem keine Widrigkeit des Lebens etwas anhaben kann oder von der »geknickten Person«, die neulich demütig vor uns stand.

Man kann nicht nicht kommunizieren, der Körper spricht immer.

Paul Watzlawick

Die Mitarbeiterin Frau Schlonzig trippelt in das Büro von Herrn Martens, ihr Blick ist ausweichend, sie steht krumm und starrt auf ihre Fingernägel. Kurz dahinter Mitarbeiterin Wagmut. Festen Schrittes stellt sie sich aufrecht neben Frau Schlonzig und blickt Herrn Martens fest in die Augen.

Mal angenommen, Herr Martens hätte gerade schlechte Laune, welche der beiden Frauen wäre wohl eine leichtere Zielscheibe für eine bissige Bemerkung? Mit Sicherheit Frau Schlonzig. Vermutlich käme er zu dem Schluss, dass sie sich am wenigsten wehren wird und sie wäre deshalb das bevorzugte Ziel. Da können Sie nur froh sein, dass Sie keinen derart oberflächlichen Kollegen haben, nicht wahr?

Werden Sie nicht zur Zielscheibe bissiger Bemerkungen - Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Unsere Körpersprache sagt sehr viel über uns aus. Tatsächlich beeinflussen unsere Gefühle, unser Wohlbefinden und unsere innere Haltung (uups, schon wieder ein Wort aus der Körpersprache) sowohl unsere äußere Haltung als auch unsere Mimik. Wenn Sie gerade heftige Zahnschmerzen plagen, fällt es Ihnen viel schwerer, ruhig und entspannt zu wirken, als in Zeiten, in denen körperlich alles in Ordnung ist.

 

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