Jetzt ist es Zeit, etwas zu ändern

III. Dann ist es Zeit, etwas zu ändern
Viele Killerphrasen folgen dem Prinzip der Aussage »Das geht sowieso nicht« oder »Das bringt nichts«. Genau hier setzen Sie mit dieser Technik an. Wenn Ihr Gesprächspartner also versucht, mit einer pauschalen Ablehnung Ihr Argument zu entwerten, dann stellen Sie sich auf den Standpunkt »Gerade deshalb sollten wir es mal probieren« oder »Dann sollten wir meinen Vorschlag unbedingt probieren«. Sie setzen einfach das umgekehrte Argument dagegen. Das ist zu einfach, finden Sie? Möglicherweise, aber bedenken Sie, dass Ihr Gegenüber mit seiner Killerphrase nichts anderes macht. Auch das Totschlagargument ist nur eine pauschale Aussage gegen Ihren Vorschlag. Sie entwerten sie mit einem pauschalen Gegenargument. Hier ein paar Beispiele:

»Das haben wir noch nie so gemacht.«
»Dann wird es wohl Zeit.«

»Was glauben Sie, wer Sie sind?«
»Jemand, der endlich was bewegt.«

»Das könnte ja jeder kommen.«
»Ich bin aber nicht jeder.«

»Jeder, der klar bei Verstand ist, sieht das so wie ich.«
 »Jeder, der bereit für Weiterentwicklungen ist, sieht es so wie ich.«
»Kümmern Sie sich um Ihre Aufgaben!«
»Genau das tue ich«

Vielleicht empfinden Sie dieses pauschale Abschmettern der Killerphrase als etwas arrogant. Das mag sein, aber vergessen Sie nicht, dass sich Ihr Gesprächspartner mit seiner Killerphrase auch nicht viel Mühe gibt. Ganz im Gegenteil, er argumentiert noch nicht einmal dagegen. Gleiches Recht also auf beiden Seiten – oder wie ich es nenne: Schlagen Sie mit gleichen Waffen zurück.

IV. Fragetechnik
Auch die Fragetechnik liefert uns einen guten Ansatzpunkt gegen Killerphrasen. Nach dem Motto, »Wenn nicht so, wie dann?« können Sie fast alle Killerphrasen hinterfragen. Damit bringen Sie den Gesprächspartner in Zugzwang und zeigen, dass Sie sich nicht so schnell abspeisen lassen.
Das hört sich dann wie folgt an:

»So etwas machen wir hier nicht. «
»Haben Sie eine bessere Idee mit ähnlichen Erfolgsaussichten?«

»Bei uns geht das nicht.«
»Was geht denn hier?«

»Stellen Sie sich vor, was das alles nach sich zieht.«
 »Sollten wir nicht gerade deshalb etwas ändern, bevor die Konsequenzen noch weiter reichen? Was schlagen Sie denn vor?«

 

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Wenn zwei Meinungen gegenüberstehen, hilft richtiges Nachfragen weiter.
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